
Zuerst das Bodensystem festlegen
Tragwerk, Plattenklasse, Kantenprofil, Befestiger, Klebstoff, Feuchte und Oberbelag bilden ein System. Unterschiedliche Beläge brauchen unterschiedliche Vorbereitung.
Der APA-Leitfaden verbindet Spannweiten, Leistungsklassen, Befestigungspläne und Beläge. Tatsächliche Kennzeichnung und Projekt prüfen.
Plattenstempel lesen
Der Stempel kann Produkttyp, Leistungskategorie, Spannweite, Dicke und Bindung nennen. Gemessene Dicke allein beweist keine Bodeneignung.
APA unterscheidet Rated Sheathing und einlagige Bodensysteme. Etikett, Stempel und aktuelle Herstellerdaten dokumentieren.
Ebene, trockene Auflager schaffen
Höhe, Verdrehung, Wechsel und Sauberkeit der Träger vor dem Schließen kontrollieren; Unebenheiten nicht mit Schrauben zusammenziehen.
Kurze Kanten und unterstützte Längskanten planen. Nut und Feder kann in freigegebenen Systemen Wechsel ersetzen; Schnittkanten brauchen eventuell Unterstützung.
Richtung und Stoßbild planen
Hauptachse nach Kennzeichnung und Planung ausrichten, Enden auf Träger legen und Stöße nach Detail versetzen. Keine frei liegenden Reststücke.
Bei asymmetrischer Nut und Feder die Oberseitenkennzeichnung beachten und kritische Bereiche trocken auslegen.
Vorgesehene Fugen erhalten
Holzwerkstoffplatten reagieren auf Feuchte. APA empfiehlt allgemein etwa 1/8 Zoll beziehungsweise rund 3 mm an Kanten und Enden gegen Aufwölbung.
Produktspezifische Nut-Feder- und Randdetails befolgen; nasse, gequollene Kanten nicht zusammenpressen.
Klebstoff und Befestiger ordnen
Kompatiblen Bodenklebstoff innerhalb seiner Verarbeitungszeit einsetzen, Platte sofort setzen und vorgeschrieben befestigen.
Typ, Länge, Abstand und Randabstand der Befestiger aus Platte, Träger und Planung wählen; Köpfe weder zu tief noch zu hoch setzen.
Feuchte messen und beherrschen
Platten eben, erhöht und belüftet geschützt lagern; stehendes Wasser vermeiden und Baufeuchte vor empfindlichen Belägen austrocknen lassen.
Grenzwerte und Messmethode des Belagherstellers anwenden. Dauerfeuchte, Weichheit, Ablösung oder Quellung fachlich bewerten.
Vor dem Belag abnehmen
Sauberkeit, Ebenheit, Fugen, Schäden, lose Befestiger und Geräusche prüfen sowie verdeckte Auflager dokumentieren.
Anforderungen des Oberbelags an Unterlage, Ebenheit, Grundierung, Bewegungsfugen und Feuchte erfüllen; Tragwerksfragen gehören in die Fachplanung.
