
Last und Beton zuerst definieren
Anker nicht allein nach Durchmesser auswählen. Lasten, Ankergruppe, Schwingung, gerissener Beton, Bauteildicke und Umgebung beeinflussen die Auswahl.
Technische Daten und Montageanweisung des exakten Produkts verwenden; sicherheitsrelevante Befestigungen fachgerecht planen lassen.
Rand, Abstand und Einbauteile prüfen
Mindestrandabstand, Achsabstand und Betondicke stammen aus Planung und Produktbewertung, nicht aus einer allgemeinen Baustellenregel.
Bewehrung, Spannkabel und Leitungen orten. Bohrung nicht ohne Freigabe versetzen und Bewehrung nicht durchtrennen.
Kontrolliert bohren
Vorgeschriebenen Bohrerdurchmesser, Tiefe und Bohrmethode einhalten. Verschleiß prüfen, Achse halten und Tiefe messen.
Bohrloch nicht durch Hebeln erweitern und Anker nicht in ein zu flaches Loch zwingen.
Betonstaub beherrschen
Bohren kann alveolengängigen Quarzstaub freisetzen. Geeignete Absaugung und Arbeitsverfahren an der Quelle einsetzen.
Bereich absperren und Augen-, Gehör- sowie Atemschutz aus der Gefährdungsbeurteilung wählen.
Nach Vorgabe reinigen
Vorgegebene Ausblas-, Bürst- und Ausblaszyklen mit richtiger Bürste und zugelassenem Verfahren ausführen.
Bürstenlänge und Verschleiß prüfen; nasse oder verunreinigte Löcher nicht automatisch akzeptieren.
Richtig setzen und anziehen
Gewinde und Beschichtung schützen, Setztiefe, Scheiben und vollflächige Auflage prüfen.
Produktspezifisches Drehmoment mit geeignetem kalibriertem Schlüssel anwenden. Mehr Drehmoment bedeutet nicht mehr Sicherheit.
Prüfen und dokumentieren
Identität, Lage, Abstände, Setztiefe, Bauteile und Beton kontrollieren; bei Rissen, Abplatzung oder Mitdrehen stoppen.
Anker, Bohren, Reinigung, Drehmoment, Werkzeug, Prüfer und freigegebene Korrektur dokumentieren.
