
Zwei Deckschichten und ein Kern erzeugen den Verbund
Eine Aluminium-Verbundplatte besteht im Allgemeinen aus zwei Aluminium-Deckblechen und einem verbundenen Kern. Gemeinsam ermöglichen die Schichten bei geringem Gewicht eine ebene, relativ steife Oberfläche für Fassade, Schild und Innenausbau.
„Verbundplatte“ ist jedoch keine einheitliche Spezifikation. Deckblech, Gesamtdicke, Kern, Lack, Brandklasse und Außenanwendung variieren. 3A Composites beschreibt etwa ALUCOBOND PLUS mit mineralgefülltem Polymerkern, während A2 ein anderes Brandschutzniveau verfolgt. Solche Angaben gelten nicht automatisch für andere Marken.
Schilder- und Fassadenplatten nicht gleichsetzen
Ein Schild oder Messestand wird anders beansprucht als eine mehrgeschossige Fassade. Dort zählen Wind, Temperatur, UV, Regen, Befestigungen und Brandschutz, nicht nur Farbe und Dicke.
Verwendungszweck, technische Nachweise, Leistungserklärung, Brandklasse, Beschichtung und zugelassenes Montagesystem abfragen. Schilderplatten nicht ohne Herstellerfreigabe an Fassaden einsetzen.
Die Brandklasse erkennt man nicht an Kernfarbe oder Werbewort
Trotz Aluminiumdeckschichten beeinflussen Kern, Gesamtplatte und Fassadenaufbau das Brandverhalten. Farbe oder die Bezeichnung „mineralgefüllt“ ersetzt keinen Bericht zum exakten Produktcode.
3A Composites nennt unterschiedliche EN-13501-1-Klassen für PLUS und A2 und betont den Einfluss von Wand, Dämmung, Unterkonstruktion, Hohlraum und Befestigung. Bei geregelten Fassaden sind Fachplanung und freigegebenes System maßgeblich.
Ebenheit hängt auch von der Unterkonstruktion ab
Eine ebene Platte wirkt auf einer schiefen oder zu schwachen Unterkonstruktion wellig. Achsen, Konsolen, Bauwerksbewegung, Kassettenränder, Stützweiten und Befestigungen müssen den Windlasten entsprechen.
Aluminiumprofile, Stahlanker, Schrauben, Niete, Kleber und Trennbänder auf Verträglichkeit prüfen. Kontaktkorrosion, Wasserfallen und offene Schnittkanten sind besonders in Küstennähe zu vermeiden.
Wärmebewegung führen statt blockieren
Aluminium dehnt sich bei Wärme. Lange oder dunkle Tafeln brauchen passende Bohrungen, Fest- und Gleitpunkte, Fugen und Randabstände. Zu festes Anziehen oder fugenloses Klemmen kann Wölbung und Spannungen erzeugen.
Auch die aktuelle ALUCOBOND-Verarbeitungsanleitung verlangt eine spannungsfreie Aufnahme der Wärmeausdehnung. Zahlenwerte sind produkt-, längen-, temperatur- und systemspezifisch; Herstellerberechnung verwenden.
Oberflächenrichtung, Schutzfolie und Bearbeitung sichern
Metallische, gebürstete und gerichtete Dekore können gedreht anders erscheinen. Pfeile und Chargen vor dem Zuschnitt erfassen, einheitlich montieren und bei Farbkritik Muster derselben Charge freigeben.
Schutzfolie ist nur vorübergehend. Nach Herstellervorgabe entfernen und zum Sägen, Fräsen, Kanten, Bohren und Nieten passende Werkzeuge nutzen. Grate, tiefe Nuten, Kratzer und Späne vermeiden.
Fugen nicht pauschal mit Dichtstoff lösen
Hinterlüftete, geschlossene, geklebte Systeme und Schildkästen führen Wasser unterschiedlich. Ober- und Unterkanten, Ecken, Fenster und Attiken müssen als Ganzes entwässern; vorgesehene Öffnungen nicht verschließen.
Dichtstoffe, Bänder, Kleber und Reiniger müssen mit Lack und Kern verträglich sein. Bei Klebesystemen gelten Vorbereitung, Primer, Temperatur, Aushärtung und Sicherung des Systemanbieters.
Angaben für ein passendes Angebot
Statt nur Quadratmeterpreis folgende Daten senden:
- Fassade, Schild, Innenraum, Untersicht oder Dekoration
- Fläche, Teilungsplan, Gebäudehöhe und Zeichnungen
- Farbe, Oberfläche, Glanz und Richtungsdekor
- Serie, Gesamtdicke, Deckblech und Kern
- Geforderte Brandklasse und Nachweise
- Unterkonstruktion, Kassette, Fuge, Befestigung und Dämmung
- Küsten-, Sonnen-, Wind-, Chemie- und Feuchtebeanspruchung
- Zuschnitt, Fräsen, Kanten, Lieferung und Montage
